„Mädchen kicken cooler“ - Und in Flensburg am coolsten!

Autor: Das EastTalk-Team | Tags: flensburg fußball uni

Flensburg. Zwei ehemalige Studenten der Uni Flensburg haben sich aufgemacht, mithilfe des Deutschen Fußball-Bundes, dem Lande Schleswig-Holstein und der Stadt Flensburg, Mädchen mit Migrationshintergrund zum Fußball-Spielen zu bewegen. Die beiden jungen Männer – Mahmoud Ben-Djebbi (vielen sicher auch bekannt als Verteidiger beim ETSV Weiche) und Stergios Stavropoulos (Mitglied bei EastTalk.de) wollen mit ihrem gemeinsamen Projekt „Mädchen kicken cooler“ junge Frauen und Mädchen, deren Eltern ursprünglich nicht aus Deutschland stammen, dazu bringen sich im Fußball zu versuchen, Trainerinnen zu werden oder weiter im Verein ihrem Fußball-Hobby nachzugehen.

 

Das Projekt zum Thema „Mädchen-Fußball & Integration“ findet in Schleswig-Holstein in vier Städten statt: Kiel, Neumünster, Heide und Flensburg und wird mit jährlich 50.600 Euro gefördert. Dazu stehen den Projektleitern Fußball-Bekleidung und Fußball-Utensilien wie Bälle usw. vom DFB zur Verfügung.

 

Doch warum das Ganze? Djebbi hat in seiner Bachelor- und Masterthesis nachvollzogen, dass weitaus weniger Mädchen als Jungen mit Migrationshintergrund in Sportvereinen Mitglied sind. Das machte ihn stutzig und er fragte genauer nach. Er fand Folgendes heraus: Je intensiver traditionelle religiöse Gebote wie die Körperverhüllung, die Geschlechtertrennung und die Beaufsichtigung unverheirateter Frauen in den Migranten-Familien befolgt werden, desto seltener sind die Mädchen im Sportverein zu finden. Ähnliches gelte für das soziale Umfeld: Wer in ethnisch-homogenen Gebieten lebe, wo der Vereinssport für Frauen keine Rolle spielt, werde in seiner Freizeitgestaltung entsprechend beeinflusst. Weitere Gründe sind die Sprache und das Bildungsniveau.

 

Diesem Denken und vielen weiteren Aspekten wollen Djebbi und Stavropoulos ein Schneppchen schlagen und versuchen entgegen zu wirken. Wie die Zukunft des Projektes aussieht, vermag niemand zu erahnen. Das Projekt wird durch eine Promotionsschrift mithilfe der Universität Flensburg evaluiert.

 

Ziel ist es, so viele Mädchen und junge Frauen aus Migrantenfamilien zum Fußball und ggfs. in die Sportvereine zu führen wie möglich, damit auch sie und ihre Eltern sehen, dass Fußball – Sport im allgemeinen – die Fairness und das Verständnis füreinander fördert, Dialoge schafft und das Potenzial hat, Menschen verschiedener Kulturen enger zueinander zu führen, unabhängig von religiösen Ansichten, sozialer oder ethnischer Herkunft oder gar Bildung.

 

Wünschen wir ihnen viel Erfolg!

 

Einige Infos gibt es u.a. hier!

 

Aber Du willst mehr wissen? Schicke eine Mail an info (ät) easttalk.de.


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