Das "Marine-Ehrenmal" in Laboe

Autor: Kilian Weber | Tags: geschichte kiel laboe turm marine

 

Das „Marine-Ehrenmal Laboe“

 
 
Am 3.Juli 1926 beschloss der Bund der deutschen Marineverbände den Bau des Ehrenmals. Die Wahl des Standortes fiel am 28.September 1926 auf Laboe, da dort eine unentgeltliche Bereitstellung von Gelände als eine der Rahmenbedingungen war. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus Spenden. Im Sommer 1935 war das Ehrenmal fertig gestellt und am 30. Mai 1936 von Hitler persönlich eingeweiht. Im zweiten Weltkrieg ist das Ehrenmal von den Bomben der Alliierten verschont geblieben. Die britische Besetzungsmacht beschlagnahmte das verwüstete und ausgeplünderte Gebäude nach Beendigung des Krieges. Man rechnete mit dem Abriss der Ehrenmals. Allerdings blieb das Gebäude, durch das Engagement der Kieler und Plöner Bürgerinitiativen erhalten. Am 23.06.1946 stand fest, das Ehrenmal wird weiterhin allen Bürgern erhalten bleiben. Am 30.05 1954 gab es eine feierliche Übergabe des Ehrenmals an den Deutschen Marine Bund. Im Jahr 1956 wurde die neue Ausstellung, nach mehrmonatigen Sanierungs- und Baumaßnahmen den Besuchern vorgestellt. Die Gravur „Sie starben für uns“ wurde in die Ehrenhall des Turmes und „Sie starben für uns auf allen Meeren – wie das Gesetz es befahl“ in der Historischen Halle eingebracht. Am 2.Oktober 1971 wurde das Ehrenmal durch das U-Boot U995 erweitert. Dies erwies sich als eine große finanzielle Belastung für den Deutschen Marine Bund. Allerdings konnten die hohen Schulden durch hohe Besucherzahlen schon Ende 1972 beglichen werden. Bis 1991 gab es keine Besteuerung des Ehrenmal. Am 30. Mai fiel, nach langen politischen Auseinandersetzungen, der Beschluss zur Besteuerung des Ehrenmals. Demzufolge erhielt Laboe das Recht als erste Gemeinde einen Museumsbesuch zu besteuern. Das Gebäude ist heute gleichzeitig eine Gedenkstätte und ein Ehrenmal. Es ragt mit 72 Metern in die Höhe (2 Aufzüge oder 341 Stufen) und bietet eine außergewöhnliche Aussichtsmöglichkeit auf vom Ostufer der Kieler Förde hinaus auf Kiel und Umgebung.
 
Quellen:        Fuchs, Werner: Das Marine – Ehrenmal, Wilhelmshaven 1961.
Prange, Thorsten: Das Marine Ehrenmal in Laboe. Geschichte eines Nationalsymbols. Wilhelmshaven 1997.
 
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