Die Geschichte Schleswigs

Autor: Sergej Werner | Tags: geschichte easttalk schleswig

 

Wappen Deutschlandkarte
   
Bundesland: Schleswig - Holstein
Kreis: Schleswig - Flensburg
Koordinaten: 54° 31′ N, 9° 34′ O
Höhe: 1 m ü. NN
Fläche: 24,3 km²

Einwohner:

24.121 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 993 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24837
Vorwahl: 04621
Kfz - Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 059 075

Adresse der Stadtverwaltung:

Rathausmarkt 1, 24837 Schleswig
Web - Präsenz: http://www.schleswig.de
Bürgermeister: Thorsten Dahl
   
(Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

 

 

Geschichte Schleswigs

 

Schleswig wurde im Jahre 804 erstmals als „Sliasthorp“ erwähnt und feierte im Jahr 2004 sein 1200-jähriges Jubiläum. Hauptort und zentraler Handelsplatz war zu dieser Zeit das auf der Südseite gelegene Haithabu. Nach dessen Zerstörung In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts übernahm Schleswig für kurze Zeit die Funktion Haithabus als Fernhandelsplatz Nordeuropas. Kaufleute aus Friesland, Flandern und vom Niederrhein brachten ihre Waren nun dorthin, um sie in den Ostseeraum auszuführen. Schon aber Ende des 12. Jahrhunderts verlor Schleswig seine Stellung als zentraler Umschlagplatz im Ostseehandel an Lübeck.


Als einer der ersten Orte im Ostseeraum entwickelte sich Schleswig zu einer Stadt.

 

Mit der Landesteilung von 1544 veränderte sich Schleswig. Die vor den Stadttoren errichtete Wasserburg diente fortan als Residenz des Hauses Schleswig-Holstein (Gottorf). Aus der Burg vor der Stadt wurde im Laufe der Jahrhunderte ein repräsentatives Fürstenschloss.


In den nächsten 250 Jahren litt Schleswig sehr unter verschiedenen Kriegen, Streiten und Reibereien. Nur mit dem völligen Aufgehen der Gottorfer Landesteile im dänischen Gesamtstaat 1773 waren diese erst beendet. Verkehrsferne und eine einseitig auf Kopenhagen ausgerichtete Wirtschaftspolitik ließen Schleswig als Standort für Fabrikunternehmer wenig geeignet erscheinen. In der Stadt produzierten im 18. Jahrhundert nur eine Zuckerraffinerie und je eine Tabak-, Strumpf-, Kammertuch- und Möbelfabrik vorwiegend für den örtlichen Markt. Nach dem Staatsbankrott des dänischen Gesamtstaats von 1813 brach der Wohlstand in sich zusammen.

 

Ab 1840 wurde der deutsch-dänische Konflikt das beherrschende Thema in der Stadt, deren Bürger sich überwiegend auf die Seite der deutschen Schleswig -Holsteiner stellten. 1848 brach der Bürgerkrieg aus, in dem es am 23. April 1848 zur Schlacht bei Schleswig kam. Nach dem Ende der Kampfhandlungen 1850 wurden die Behörden innerhalb der dänischen Monarchie neu geordnet. Schleswig verlor sämtliche herzogliche Behörden. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 wurde Schleswig preußisch und 1868 Sitz des Oberpräsidenten der Provinz Schleswig -Holstein und der Bezirksregierung.

 

Von Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt verschont. Hier befand sich aber das Kriegsgefangenenstammlager „Stalag XA“, das als zentrale Verteilungsstelle für den Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern in Schleswig-Holstein diente. Die Gefangenen wurden in Industriebetrieben, sowie in der Landwirtschaft eingesetzt. Nach dem Krieg, 1945/46, wurde die Regierung nach Kiel verlegt; die Stadt Schleswig erhielt dafür die Obergerichte des Bundeslandes Schleswig-Holstein, das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum und das Landesarchiv.

 

Heute ist Schleswig mit seinen rund 26.000 Einwohnern von einer Vielzahl kleinerer Handels- und Handwerksbetriebe geprägt. Da die Stadt kaum nennenswerte Industriebetriebe hat, wird es verstärkt auf den Fremdenverkehr gesetzt. In Schleswig befinden sich zahlreiche Museen, wie z.b Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Archäologisches Landesmuseum, Volkskunde Museum Schleswig usw. Die Fischersiedlung „Holm“ und die sanierte Altstadt mit dem Dom sind ebenso wie der Neuwerk-Garten mit dem Globushaus die beliebtesten Ziele für Touristen. Im Jahr 2008 wird in Schleswig die erste Landesgartenschau Schleswig-Holsteins stattfinden.

 

 

(Quellen: Wikipedia, Theo Christiansen, Schleswig 1836-1945, Schleswig 1973)

 

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