Die Fastenzeit in der Orthodoxie

Autor: Stergios Stavropoulos | Tags: easttalk fasten orthodox

 

Der tiefere Sinn der Fastenzeit wird Begründet durch den Erfolg in der Tugend der Enthaltsamkeit und der Verbesserung des Lebens durch die Veränderungen eigener Gedanken, Wörter und Taten zum Guten hin.
 
Warum dieses alles?

Wenn ein Mensch weniger ißt, wird er geschwächt. Er hat keine Kraft für gute Taten und gleichzeitig für die Sünde. Der Körper wird von sich sagen: “Alles ist nicht zu schaffen, es muß das Richtige ausgewählt werden.“
 
Das Wichtigste ist in der Fastenzeit die Reue, das Gebet und die gute Tugend. Während der Fastenzeit, die Christus oder einigen Heiligen gewidmet ist, wird besser als sonst die Sünde des Lebens und der Weg sie zu entgehen erkannt. „Gebet – ist das Essen für die Seele“, sagte ein Heiliger. Der Wohlstand und die Sattheit machen im gewöhnlichen Leben jeden Menschen gefühllos zu allem Geistlichen, zur Seele und zum Gewissen. Deshalb geht der Gläubige während der Fastenzeit öfter zur Kirche, zum Beichten und zur Kommunion. In der Fastenzeit müssen die Gläubigen auf Hochzeit, Vergnügung und fröhliche Unterhaltung verzichten.
Während der Fastenzeit wird kein Fleisch oder Fett, keine Eier, Milch, Butter und alles was aus diesen Lebensmitteln bestehen gegessen.
In der Fastenzeit vor Ostern, ist nur an folgenden 2 Tagen pflanzliches Öl, Wein und Fisch erlaubt:

7. April - Maria Verkündigung-
am letzten Sonntag vor Ostern - Palmsonntag.
Die übrigen Fastenzeiten sind weniger streng. Es ist zu den Mahlzeiten z.B. Fisch erlaubt.
Es ist fast jeder Mittwoch und Freitag ein Fasttag
– an einem Mittwoch wurde Christus durch Judas verraten und auch verurteilt
– an einem Freitag gekreuzigt.
Zusätzliche strenge Fastentage - auch Fisch ist nicht erlaubt - sind am:
- 18. Januar - Am Vorabend von Christi Taufe sowie auch am Vorabend der Christi Geburt geht eine Vigile voran. Der Vorabend wird in Russland "Sotschelnik" genannt, vom altruss. "Sotschiwo" (griech. Koliba), dem Gericht, welches man zur Fastenzeit ißt. Das Fasten wurde an diesem Tage zur würdigen Vorbereitung auf den grossen Feiertag von Christi Taufe eingeführt. An diesem Tage ist es eine Sitte zu fasten bis zum Ende des Wasserweih- Gottesdienstes.
- 11. September - Enthauptung hl. Johannes des Täufers
- 27. September - Kreuzerhöhung: Gedächtnis an die Hinrichtung und die Kreuzigung von Jesus Christus
Ebenso darf an folgenden Tagen nichts gegessen werden:
- 19. Januar - Christi Taufe
- Tag der Austragung des Grabtuches – Freitag vor Ostern.
Eine Einschränkung in Allem und ca. 3 Tage Fastenzeit nehmen alle Gläubigen auf sich, als Vorbereitung auf die Kommunion. An dem Tag der Liturgie, darf erst nach dem Empfang der Kommunion gegessen werden.
 
(Quelle: http://www.russische-kirche-l.de/kalender/2006fastentage/liste-fa.htm#tabelle)
 

 

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