Bundesregierung: DFB ist Integrations-Motor

Autor: Kilian Weber | Tags: integration fußball dfb

Für die Bundesregierung ist die Arbeit des Deutschen Fußball-Bundes innerhalb des seit 2006 bestehenden Nationalen Integrationsplans wegweisend. „Der DFB ist Vorreiter. Der Fußball ist Integrations-Motor, das hat sich wieder bewahrheitet“, erklärte Staatsministerin Maria Böhmer nach einem Treffen mit der DFB-Spitze am Donnerstag im Kanzleramt in Berlin.

 Der DFB mit seinen 6,6 Millionen Mitgliedern und 26000 Vereinen hatte zehn Selbstverpflichtungen abgegeben, von der Entwicklung eines Schulungsmoduls für Trainer und Betreuer bis zu einem Modellprojekt zur sozialen Integration von Mädchen. Alle seien „komplett erfüllt worden“, unterstrich Böhmer als Integrations-Beauftragte der Regierung.
 Allein das Programm zur Einbindung von Mädchen an zehn Standorten fördert der DFB mit 700000 Euro pro Jahr. Laut DFB-Präsident Theo Zwanziger würde der Verband jährlich insgesamt rund 1,5 Millionen Euro für Integrations-Projekte ausgeben. Dabei käme der Verband ohne Steuergelder aus, hob Zwanziger hervor. In anderen Sportarten unterstützt die Bundesregierung Integrations-Programme von Verbänden und Vereinen mit 5,4 Millionen Euro pro Jahr.
 Gemeinsam mit dem Generalsponsor Mercedes Benz verleiht der DFB an Vereine, Schulen und Projekte einen Integrationspreis, der mit insgesamt 150000 Euro an Geld- und Sachleistungen dotiert ist. Am Donnerstag nominierte eine Jury mit Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff die Kandidaten für den Preis 2009.

 Zwanziger und Bierhoff unterstrichen bei der großen Aufgabe der Integration die Bedeutung von deutschen Nationalspielern, deren Familien wie bei der neuen WM-Hoffnung Mesut Özil nicht aus Deutschland kommen. „Wir haben Spielerinnen und Spieler als Botschafter“, sagte der DFB-Chef. So werde die Integrations-Arbeit auch öffentlich wahrgenommen.

 

Quelle: dpa

 

Easttalk - Team

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