(2) Mohammed Medfay* erzählt...

Autor: Stergios Stavropoulos | Tags: easttalk meinungen flensburg.menschen

 

Willkommen zum zweiten Teil unserer Kolumne „Menschen & Meinungen“.
Wir wollten von Mohammed wissen wie wichtig ihm persönlich der Erhalt seiner Muttersprache ist. Dazu meinte er: „Meine Muttersprache ist mir nicht besonders wichtig! Ich beherrsche sie zwar, weil ich zwei-sprachig aufgewachsen bin, allerdings lege ich keinen Wert darauf sie anzuwenden. Der Grund für meine negative Einstellung gegenüber meiner Muttersprache liegt in meiner Kindheit, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte. Sicherlich gehöre ich aufgrund meiner Einstellung zu den wenigen Ausnahmen, aber dennoch halte ich es für wichtig mehrere Sprachen zu können. Allein aus Gründen der zunehmenden Globalisierung wären Fremdsprachenkenntnisse vom Vorteil.“ Also sind Kinder aus Migrantenfamilien, die zweisprachig aufwachsen eine Bereicherung für Deutschland.
Weiterhin wollten wir wissen, wie Mohammed über den Begriff „Integration“ denkt. Ist der Begriff eher ein Mythos oder ein „Platzhalter“, d.h. Verwenden Politiker den Begriff zu häufig um noch etwas Zeit zu schinden und nicht sofort aktiv werden zu müssen: „Ich denke das die Politik die Integration etwas verschlafen hat! Man sieht ja was für Probleme die Integration bereitet und das auf jeden Fall noch Handlungsbedarf entsteht“.
Wir wollten auch wissen, ob er Deutschland als Zuwanderungsland bezeichnen würde. Seine Antwort: „Von den rund 83 Mio. Einwohnern in Deutschland sind ca. ein Fünftel Ausländer bzw. haben einen Migrationshintergrund (ca. 15 Mio). Wenn in unserer Gesellschaft der Migrationsanteil ca. 18-19% entspricht, kann man durchaus von einem Zuwanderungsland sprechen. Ich bin mir nicht sicher, aber wenn man sich in Zukunft den demographischen Wandel ansieht, dann wird es in Zukunft immer mehr ältere Menschen geben, zum Nachteil der Sozialversicherungen. Aus diesem Grunde sieht man sich gezwungen die Lücken zu schließen. Allerdings möchte man in Zukunft vermehrt (ausgenommen von politischen Flüchtlingen etc.) qualifiziertes Personal in die Gesellschaft integrieren.“
 
(*) Name aus Datenschutzgründen geändert!
 

 

Sag's weiter:  Twitter Facebook Google Buzz

Suche

Wetter



Login

Username:

Passwort: